Reisebericht

 

Mehrtägiger Ausflug der Rollerfreunde Niederbayern nach Kroatien

 vom 30. Mai 2009 bis 07. Juni 2009

Autor: Heinz Wagner

Gefahrene Strecke inklusive Ausflüge ca. 2400 km Wetter schön bis durchwachsen, nicht zu heiß heftige Windböen an den Küstenstraßen nur bei der Heimfahrt überwiegend regnerisch Reiseleiter, Organisator und Guide Willi

Teilnehmer:

Willi und Inge Harley Davidson E-Glide
Christian und Evi BMW R1200 GS
Hermann u. Gabi Begleitfahrzeug Opel
Helmut Suzuki 650 Burgman
Maximilian (Mäx’chen) Piaggio X9 125
Eduard (Edi) Suzuki 650 Burgman
Josef (Sepp) Peugeot Satelis 125
Gerhard Kawasaki El 250
Heinz Suzuki 400 Burgman



RouteNavigator. Europa. 3.0

09.06.2009 Seite: 1

1. Tag, 30. Mai -Sammelpunkt und Abfahrt aller Teilnehmer war in Neumarkt / St. Veit.Abfahrzeit 7.00 Uhr; 8 Roller / Motorräder und ein Begleitfahrzeug (Auto )

Die erste Etappe ging als eine Tagestour bis nach Porec / Kroatien über:

Seebruck /Chiemsee
Kitzbühel (Österreich)
Felbertauerntunnel
Lienz
Plöckenpass
Udine (Italien)
Koper (Slowenien)
Krasica (Kroatien)
Porec
Quartier in Neva Vas in der Nähe von Porec

Die Fahrt bis dahin war ohne besondere Vorkommnisse, Unser Max (Mäx’chen) hatte ein kleines Problemchen beim Grenzübergang in Slowenien mit seinem abgelaufenen Personalausweis. Aber mit seinen lockeren Sprüchen ist er dann doch ohne größere Schwierigkeiten durchgelassen worden. Einen Abstecher machten wir noch zum Ort Venzone in Italien. Dort hatte unser Max aus früheren Fernfahrerzeiten Freunde, die aber nicht anwesend waren. Wir schlenderten dann durch die Ortschaft, die 1976 schwer unter einem Erdbeben zu leiden hatten. Anschließend, nach einem Kaffeeaufenthalt ging’s weiter .

Am 6. Mai 1976 wurde der Ort nahezu komplett zerstört, als um 20.59 Uhr ein
Erdbeben 56 Sekunden lang Friaul erschüttert. Die Erdstöße erreichen eine Intensität von VIII bis IX auf der zwölfstufigen Mercalli-Skala und werden als zerstörend bis verwüstend klassifiziert. In Venzone gab es 47 Todesopfer. Bereits in den ersten Tagen nach der Katastrophe organisierte ein Bergungsausschuss die Bergung der beweglichen Kulturgüter. Venzone war schwer betroffen, jedoch nicht ausgelöscht. Die vollständige Zerstörung der Altstadt, der Festungsmauern und des Doms verursachte ein Nachbeben vom 15. September 1976. Ankunft in unser Quartier. Der Erste Eindruck, oh Schreck lass nach, hat sich im Laufe unseres Aufenthalts bestätigt. Die Unterbringung (Zimmer und Zeltplatz) und das kümmerliche Frühstück war sein Geld bei weitem nicht Wert. Preis – Leistungsverhältnis miserabel. Aber was soll’s. Ankunft war jedenfalls am 30. Mai um ca. 9.00 Uhr.

2. Tag, 31. Mai, stand zur freien Verfügung .In Porec musste man wegen des sehr glatten Straßenbelages höllisch aufpassenum mit den Fahrzeugen nicht auszurutschen. Wir machten einen Stadtbummel und kurze Ausflüge. Dann besuchten wir in Novigrad den Campingplatz, wo Evi und Christian früher immer campierten.

3. Tag, 01. Juni
führte uns nach Pula und zum Limski Fiord
Der Limski Fjord ist ein beliebtes Ausflugsziel in Istrien. Bemerkenswert waren die zahlreichen Gasthäuser mit Spanferkel Grillhäuschen am Straßenrand. Die 9 km lange und durchschnittlich 600 Meter breite Meereszunge ist ein Naturschutzgebiet.

Der Limski Fjord ist ein bis zu 100 m tiefes Karsttal, in welches Meerwasser eindringt und sich mit dem Frischwasser des hier mündenden Lim-Baches vermischt. Aufgrund des geringen Salzgehalts ist die Sauerstoffkonzentration des Wassers in diesem Gebiet ausserorderntlich hoch, was vor allem für die Züchtung von Muscheln und Fischen ideal ist. An den Nord-Hängen des Limski Fjords wachsen interessanterweise nur immergrüne Bäume, wohingegen am Süd-Hang hauptsächlich Laubbäume, wie Eschen und Eichen, zu sehen sind.

4. Tag, 02. Juni führte uns weiter zum nächstem Quartier nach Zadar / Filip Jakov.Da die Küstenstrasse zur Zeit in einem Abschnitt eine ewige Baustelle ist,  Heinz hatte mit seinem Roller einen kleinen Ausrutscher, ist aber weiter nichts schlimmes passiert) hat sich unser Guide entschlossen, mit der Autofähre über die Insel Cres weiter über die Insel Krk und über die Brücke ins Festland bei Kraljevicazu führen. Bedingt durch die Wartezeiten bei der Autofähre sind wir in Zeitnot geraten, so dass wir unser Quartier in Filp Jakov erst gegen 23.00 erreichten. Durch die herzliche Aufnahme der Gastgeber und dem spendiertem Haustrunk haben wir die Anspannung gleich weg getrunken. Die Unterkunft sowie das Preis- Leistungsverhältnis waren in Ordnung

5. Tag, 03.Juni
, war wieder als Ruhetag eingeplant. Wir machten hier kurze Exkursionen nach Biograd, mit Stadtbummel, Eisessen, Mittagpause und Hafenrundgang.

6. Tag, 04. Juni, hier war wieder ein größerer Ausflug geplant. Über Skradin, Sibenek, ging’s zum Nationalpark Krka.

Das Flussgebiet von Krka umfasst in seinem Verlauf ca. 109 qkm . Der Fluss Krka hat 7 Rauwacken-Wasserfälle. Der Naturpark umfasst Wanderwege die rings um die Wasserfälle und baulichen Denkmähler führen. (Wassermühle, Wasserkraftwerk, Kirche usw.) Hier wurden auch einige Karl May Filme gedreht. (Im Tal der Toten und Winnetou I).

Gegen 17.15 Uhr ging es dann mit dem Ausflugsschiff wieder zurück nach Skardin und weiter mit den Fahrzeugen in unsere Unterkunft zu einem gemütlichen Tagesausklang mit Brotzeit und natürlich Flüssigem.


7.
Tag 05.Juni, war wieder mit einem Highligth belegt. Die Gruppe hat sich getrennt. Ein Teil fuhr mit der Autofähre zum Campingplatz von Willi und Helmut. Die andere Gruppe ( Gabi, Hermann, Edi und Heinz ) sind mit dem Ausflugsschiff ab Biograd zu den Kornaten gefahren.

Der NATIONALPARK KORNATEN (oder auch Nationalpark Kornati genannt) besteht aus einer Vielzahl von kleinen Inseln und Riffen. Der Nationalpark liegt vor der norddalmatischen Küste. Mit einer Gesamtfläche von insgesamt 70 km² und circa 140 Inseln ist der Nationalpark Kroatiens ein Eldorado für Segler, Taucher und Individualisten. Viele bezeichnen den Nationalpark Kornaten auch als "Robinson-Paradies", da die meisten Inseln praktisch unbewohnt sind.


Der Nationalpark Kornaten umfasst eine Gesamtfläche von ca. 220 km² Seefläche. Die Küstenlinie dieser Inseln beträgt insgesamt 238 km. Der Nationalpark Kornaten hat eine Länge von etwa 35 km und eine Breite von ca. 13 km. Der Name Kornati leitet sich von der Hauptinsel der Gruppe ab -Kornat, das auf kroatisch Krönung bedeutet. Daraus lässt sich auch das bekannte Zitat von George Bernhard Shaws ableiten: "Am letzten Tag der Schöpfung wollte der Herr sein Werk krönen - also schuf er die Kornaten aus Sternen, Tränen und göttlichem Atem."

Ein unvergesslicher Tripp. Zu Fuss (für einen Rollerfahrer fasst unmöglich) gingen wir in unser Quartier. Wegen Parkprobleme hatten wir uns nach Biograd zum Schiffsanlegeplatz fahren lassen. Bei einer kräftigen Brotzeit in unserer Unterkunft haben wir uns dann mental vorbereitet und uns auf die Heimreise ordentlich ’eingetrunken’.

8. Tag, 06.Juni, schon früh morgens ab 6.00 Uhr frühstücken und dann los Richtung Heimat. Den geplanten Abstecher zu den Plivitzer Seen musste abgesagt werden,weil das Wetter uns einen Strich durch die Rechnung machte.Die Fahrt war ohne besondere Vorkommnisse, Die nächste Unterkunft fanden wir in Österreich, Maria Rain. Kurz nach der Ankunft, Zimmer wurden gerade übernommen, schüttete es aus allen Kübeln. Wir hatten es gerade noch geschafft .
Die Unterkunft war nicht reserviert doch wir hatten Glück, dass genug Zimmer freiwaren. Weil Gerhard aber ein Einzelzimmer wollte, solches aber nicht frei war, musste er in einer Abstellkammer übernachten. Unterkunft Preis Leistungsverhältnisin Ordnung !

9.Tag, 07.Juni. Weiterfahrt bei kurzem Nieselregen, der aber bald aufhörte. Nach dem Mittagessen mussten wir uns wegen eines heftigen Platzregens für ca. ½ Stunde unterstellen. Weiterfahrt Richtung Heimat bis Gangkofen. Hier hat sich in Teil der Gruppe verabschiedet. Heimfahrt dann unter starkem Regen.

Rückfahrroute:
Filip Jakov (Kroatien, Unterkunft)
Pakostane
Karlovac
Ljubljana
Loiblpass
Maria Rain (Österreich)
Klagenfurt
Bad Ischl
St. Gilgen /Wolfgangsee
Fuschl Mondsee
Braunau
Eggenfelden (Deutschland)
Gangkofen

 
Schlussbemerkung:  Tour war hervorragend organisiert, Teilnehmer alle diszipliniert. Wir alle hatten viel Spaß und viel sehenswertes gesehen. Rundherum ein bleibendes Erlebnis.

 

Vielen Dank an unseren Organisator und Guide Willi .